Der britische Imaging-Retailer Jessops vermeldet rückwirkend für das erste Quartal 2005 einen ernstzunehmenden Umsatzeinbruch im Bereich Digitalkameras. Mit der Digitalkamera-Sparte erwirtschaftet Jessops ca. 45 Prozent seines Gesamtumsatzes in Höhe von 332 Millionen britische Pfund. Während der Halbjahresumsatz von Jessops um 4,2 Prozent auf 161 Mio. britische Pfund anstieg, sank aufgrund des tobenden Preiskampfes und zunehmend sinkender Margen der Gewinn des Unternehmens vor Steuern um 18 Prozent, auf 5,7 Millionen Pfund. Während noch im November 2004 der Retailer Umsatzrekorde im Digitalkamera-Bereich vermelden konnte, brachen ab Februar 2005 die Umsätze dieser Sparte dramatisch ein, so das Unternehmen in einer Meldung:
...an unprecedented decline in digital camera sales and the toughest trading conditions...since digital cameras were launched onto the market in the mid 1990s... Dies ist umso verwunderlicher, als nur ein Drittel der britischen Haushalte im Besitz einer Digitalkamera sind, eine Tatsache die gegen einen Umsatzrückgang aufgrund einer allgemeinen Marktsättigung spricht. Das Management des Retailers will vielmehr die Hauptursache der unerfreulichen Zahlen darin erkannt haben, dass immer mehr Händler um die Gunst immer weniger Kunden mittels Preisnachlass kämpfen, was immer mehr Interessenten auf kommende Preissenkungen warten liesse - Warten auf sinkende Preise statt Kaufen, so der Tenor der bisher konsumfreudigen Anwender. |